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Sieg mit Ansage: Tristan Schwandke ist Deutscher Meister im Rasenkraftsport

Sieg mit Ansage: Tristan Schwandke ist Deutscher Meister im Rasenkraftsport

Überlegen holte sich der Hindelanger Tristan Schwandke bei den  Internationalen Deutschen Meisterschaften im Rasenkraftsport am 15. Juli den Titel. Es war ein Sieg mit Ansage, denn Schwandke sah sich nach dem 2. Platz bei den Bayerischen Meisterschaften vor einer Woche und seinem 6. Platz beim internationalen Leichtathletikmeeting in Luzern als Anwärter auf den Meistertitel. Tristan: „Natürlich kann man einen solchen Titelgewinn nicht planen, zumal es hier um drei Disziplinen geht, das Steinstoßen mit dem 15 kg schweren Gerät, das Gewichtwerfen mit der 12,5 kg Kugel und den Hammerwurf. Ich fühle mich aber im Augenblick in Topform und möchte auch am kommenden Wochenende bei den Deutschen Leichtathletikmeisterschaften in Nürnberg eine Medaille gewinnen.“ Es wäre die erste für Schwandke, so wie es auch in Dischingen sein erster deutscher Meistertitel gewesen ist und der erste für den TSV Trauchgau. Beim Rasenkraftsport kooperieren der TV Hindelang und der Trauchgauer Verein. Für beide Vereine ist der Titel eine Premiere und beim TV Hindelang freut man sich besonders darüber, denn in diesem Jahr feiert der Verein seinen 125. Geburtstag. In Dischingen warf Tristan den Hammer 68,05 Meter, das Gewicht 27,21 Meter, den Stein 9,16 Meter; damit erreichte er  2914 Punkte. Platz 2 errang Corsin Wörner (2470 Punkte), Bronze ging an  Hendrik Szabo (2271 Punkte).

Einen Titel hätten auch die Ausrichter der Meisterschaften verdient. Der SV Dischingen zeigte wieder einmal, wie man eine Deutsche Meisterschaft professionell organisiert und für Zuschauer und Athleten attraktiv gestaltet. Während der Siegerehrung erklang die Nationalhymne, Verpflegung, sanitäre Einrichtungen, alles perfekt. Das ist durchaus keine Selbstverständlichkeit, denn auf Landes- und Bundesebene gleichen beispielsweise Hammerwurfwettkämpfe nicht selten einer Kraut- und Rübenveranstaltung, die gern auch auf einem Acker unweit des Stadions stattfindet,  lieb- und schmucklos organisiert ist und somit alles andere als ein Aushängeschild für den Leistungssport repräsentiert. Da fällt es manchmal schwer zu glauben, dass dort Athleten antreten, die täglich mehrere Stunden trainieren und ihren gesamten Lebensplan auf ihre sportlichen Ziele abgestimmt haben. Die geringe Wertschätzung des Hammerwurfs wird durch solch ein Verhalten einmal mehr unterstrichen. Und wenn dann auch noch halbgebildete Fernsehkommentatoren ihre unqualifizierten Urteile über den Äther verbreiten und beklagen, dass die deutschen Hammerwerfer von der internationalen Spitze weit entfernt sind, wollen sie offensichtlich nichts über die Hintergründe erfahren, warum dies so ist.

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