Tristan Schwandke wird mit einem einzigen Wurf Bayerischer Meister

Die Wettkampfsaison 2020 verlief für den Hammerwerfer Tristan Schwandke alles andere als rund. In Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 2020 in Tokio erzielte er bereits Anfang des Jahres Trainingsweiten jenseits der 75-Meter-Marke und warf bereits im ersten Wettkampf in St. Gallen 73,23 Meter. Besser hätte es nicht laufen können, hätte da nicht die Corona-Krise alle Pläne von heute auf morgen zunichte gemacht. Viermal ist der Athlet vom TV-Hindelang über einen Zeitraum von einem halben Jahr zum Wettkampf angetreten. Vier Starts, vier Siege und den Deutschen Meistertitel. Alles perfekt sollte man glauben. “Perfekt”, gibt Tristan deutlich zu verstehen, “sieht völlig anders aus”. Denn der Lockdown sperrte den Zugang zu allen Trainingseinrichtungen und ám Ende sollte es noch schlimmer kommen, denn kurz vor den Deutschen Meisterschaften in Braunschweig, die erstmals ohne Publikum stattfanden, verletzte sich Schwandke am Rücken. Diese Verletzung begleitete ihn bis zu den Bayerischen Meisterschaften am vergangenen Wochenende in Erding. Vor dem Start fühlte er sich gut, auch der Rücken schien mitzuspielen. 

Zwei Einwürfe um die 72 Meter stellten sehr gute Weiten in Aussicht. Was niemand der Zuschauer wusste, beim zweiten Wurf brach die alte Rückenverletzung unverhofft wieder auf und Tristan musste überlegen, ober er überhaupt in den Wettkampf einsteigt. “Einer geht immer”, dachte er, bestärkt durch seine Erfahrungen während der Deutschen Meisterschaften. Und in der Tat katapultierte er sich mit für ihn zwar bescheidenen 68,07 Metern vor Alexander Attila Gleixner (45,68 Meter) und  Armin Beham (42,92 Meter) auf Platz eins. “Dem Tüchtigen steht das Glück zur Seite,” sagte er während der Siegerehrung im nahezu menschenleeren Stadion. Jetzt will er erst einmal pausieren, die Verletzung endgültig auskurieren und sich in einer hoffentlich Corona freien Zeit intensiv auf die Olympischen Spiele vorbereiten. “Die Saison war durch die Unterbrechungen und meine gesundheitlichen Probleme sehr lang und anstrengend. In Erding wollte ich nichts mehr riskieren. Mit meinen Trainern habe ich jetzt ein Rekonvaleszenzprogramm erarbeitet, um mich anschließend auf die olympische Saison in einem physisch und psychisch perfekten Zustand vorzubereiten.”

Tristan Schwandke verteidigt Deutschen Meistertitel erfolgreich

Mit 73,23 Metern zum Saisonauftakt und Trainingsweiten zwischen 74 und 75 Metern schien für den Athleten vom TV Hindelang  der Titel so ziemlich sicher. Denn aktuell wirft kein anderer deutscher Hammerwerfer in diesem Weitenbereich. Doch vor Gericht, auf hoher See und im Sport ist so ziemlich alles vorstellbar und möglich. Drei Wochen vor den Deutschen Leichtathletikmeisterschaften in Braunschweig am 8. und 9. August verletzte sich Tristan so, dass er zwei Wochen komplett aussetzen musste und bis zum Wettkampf am letzten Samstag und drei Trainingseinheiten in Schonhaltung absolvieren konnte. Das Gefühl für den Hammer war ebenso wie der Rhythmus beim Drehen innerhalb der kurzen Zeit nicht wieder abzurufen. Weiten von 65 und 66 Metern ließen Zweifel aufkommen, ob ein Start überhaupt sinnvoll war, denn an eine Titelverteidigung war so überhaupt nicht mehr zu denken. Und auch eine Medaille war in weite Ferne gerückt.

Schwandke entschloss sich dennoch für eine Teilnahme an den publikumslosen “Geistermeisterschaften” im Braunschweiger Eintrachtstadion. Schwache Einwürfe und anschließende Weiten um die 66 Meter ließen nichts Gutes ahnen. Nachdem der erst 18-jährige Merlin Hummel ihn dann erstmals überholte, konnte Schwandke sich im 5. Wurf mit 68,74 auf Platz 1 positionieren; eine Weite, die jenseits seines üblichen Niveaus liegt, aber in diesem Wettkampf gar nicht so schlecht war. Im entscheidenden 6. Durchgang witterte Merlin Hummel seine große Chance auf den Meistertitel. Mit 69,53 Metern übernahm er jetzt klar die Führung. Was blieb, war der letzte Wurfe Schwandkes. 

Nicht korrekt angedreht, den falschen Winkel erwischt, Fehler in der Rotation, ein Netzwurf oder einer jenseits des Sektors, die Möglichkeiten, jetzt den Titel abzugeben, waren so vielfältig wie die nervliche Belastung. Es gleicht der Aufregung des Elfmeterschützen im entscheidenden Moment des Spiels. Und neben den technischen Feinheiten muss am Ende natürlich auch die Weite stimmen. Für manch einen wäre bereits beim Betreten des Rings alles verloren gewesen; nicht so für Tristan. Konzentriert schaute er sich im Ring vor dem Start um, visierte die 70-Meter-Linie des Wurfsektors und setzte alles auf eine Karte. Dem Tüchtigen steht das Glück zur Seite, heißt es, in diesem Fall kamen Können, Routine und Glück zusammen. Mit souveränen 70,85 Meter holte sich Tristan Schwandke zum zweiten Mal in Folge den deutschen Meistertitel im Hammerwerfen und setzte so seine Erfolgsserie fort. Auf die Frage, ob er zufrieden gewesen sei, bezieht er klar Stellung:”Ich bin mehr als zufrieden. Mit meiner Verletzung und lediglich drei Trainingseinheiten im Vorfeld der Meisterschaften, war es für mich klar, dass ich in Braunschweig scheitern könnte, zumal mit Merlin Hummel und Fabio Heßling zwei Werfer am Start waren, die über 70 Meter werfen können, wenn auch noch keiner von ihnen 70,85 Meter geworfen hatte. Dass Merlin seine Chance mit Kühnheit nutzen würde, wusste ich. Ich machte mir aber vor dem letzten Wurf auch immer wieder bewusst, dass es an den vorgelegten 69,53 Metern nicht scheitern sollte; von einem so jungen Athleten jetzt einfach geschlagen zu werden, dass war einfach keine Option für mich. Insofern legte ich alles in den letzten Wurf, gewann Gold und bin trotz der bescheidenen Weite hochzufrieden. Jetzt konzentriere ich mich auf die Wiederherstellung meiner Gesundheit und denke, dass ich auch in diesem Jahr noch meine persönliche Bestleistung von 74,03 Metern steigern und dann in die Vorbereitung auf die Olympischen Spiele im nächsten Jahr gehen kann.”

Perfekte Wurfserie im Vorfeld zur Deutschen Meisterschaft

Saisonstart von Tristan Schwandke in St. Gallen und Langenbrand

Aufgrund der Corona-Krise musste der Bad Hindelanger Hammerwerfer und Deutsche Meister, Tristan Schwandke, lange auf den Saisonstart warten. Am vergangenen Wochenende aber war es dann endlich soweit und auf dem Terminplan standen gleich zwei Hammerwurf-Events: Das Internationale Bodensee-Leichtathletik-Meeting in St. Gallen (Schweiz) am 4. Juli und am darauffolgenden Tag das Traditions-Meeting “Werfen nach Musik” in Langenbrand im Schwarzwald, für das sich 77 Hammerwerfer angemeldet hatten.

Nur einen Tag später gewann er in Langenbrand nach einer herausragenden Serie von Weiten über 71 Meter mit 72,60 Metern, die auch gleichzeitig den Stadionrekord bei den Männern bedeuteten. 

Mit diesen Leistungen ist er aktuell nicht nur der beste Hammerwerfer Deutschlands, sondern auch klarer Favorit für die bevorstehenden Deutschen Leichtathletikmeisterschaften in Braunschweig am 8. und 9. August. Zufrieden war der Hindelanger dennoch nicht, denn die Trainingsleistungen der letzten beiden Wochen ließen eine neue persönliche Bestweite geradezu als sicher erscheinen. Tristan:”Wahrscheinlich ist es ein Klagen auf sehr hohem Niveau; aber aufgrund meiner aktuellen Form war ich mir ziemlich sicher, dass an diesem Wochenende auch ein 75-Meter-Wurf möglich sein würde; aber im Sport ist alles möglich und meine Rückenmuskulatur hatte bereits am Freitag etwas zugemacht und so eine bessere Weite verhindert. Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben. Jetzt fokussiere ich mich ganz auf die deutschen Meisterschaften und setze dort auf den großen Wurf.”

Gleich zum Saisonauftakt konnte Schwandke zwei weitere Erfolge in seiner Karriere verbuchen. Mit 73,23 Metern holte er in St. Gallen souverän seinen ersten Sieg im laufenden Jahr. Damit lag er schon einmal 23 Zentimeter über jener Weite, die ihm im vergangenen Jahr zum Deutschen Meistertitel bescherte. 

Im Vorfeld der deutschen Meisterschaften positionierte sich Tristan Schwandke in St. Gallen und Langenbrand als einer der Top-Anwärter auf den Titel. 

Der Sonderpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten wurde Tristan Schwandke vom Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Stephan Mayer (rechts im Bild), übergeben.

Markus Söder ehrt Tristan Schwandke

Den Top-Athleten, Trainern, Teams und Kamprichtern Bayerns wird jedes Jahr im Rahmen einer Galaveranstaltung des Bayerischen Leichtathletikverbandes eine besondere Ehre zuteil; sie werden mit dem Bayern Star ausgezeichnet. In der Vergangenheit konnte der erfolgreiche Hammerwerfer Tristan Schwandke vom TV Hindelang beinahe jedes Jahr seine Trophäensammlung weiter komplettierten. Auch in diesem Jahr wurde der Deutsche Meister und Silbermedaillengewinner der Team Europameisterschaft 2018 gemeinsam mit seinen beiden Erfolgstrainern, Björn und Wolfgang Kötteritzsch, zur Preisverleihung in den Redoutensaal des alten fürstbischöflichen Opernhauses nach Passau eingeladen. Dort waren neben den zahlreichen Top-Athleten der verschiedenen Leichtathletikdisziplinen und dem Oberbürgermeister der Stadt Passau, Jürgen Dupper, auch zahlreiche Politiker sowie Führungskräfte der Sportverbände anwesend, die einmal mehr die Bedeutung des Sports im Bundesland Bayern und darüber hinaus in den Fokus rückten. 

Das Highlight des Galaabends bildete die Verleihung des Sonderpreises des Bayerischen Ministerpräsidenten. Und stets ist die Spannung vor der Laudatio, die in diesem Jahr die Jugendbildungsreferentin Iris Zacher hielt, groß. Noch größer war die Freude und Überraschung Tristan Schwandkes, als er auf die Bühne gebeten wurde, um den Preis des Ministerpräsidenten Markus Söders aus den Händen des Staatssekretärs im Bundesinnenministerium, Stephan Mayer, entgegenzunehmen. Für den 27-jährigen Athleten bildete dieser Preis den Abschluss einer überragenden Saison. National die gesamte Saison über ungeschlagen, Platz 1 beim internationalen Leichtathletik-Meeting in Luzern und die bereits zitierten Erfolge, besser hätte die Saison nicht verlaufen können. Im Augenblick widmet sich Tristan Schwandke der Vorbereitung auf die nächst Saison. Sein erklärtes Ziel ist die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Tokio und die Europameisterschaften in Paris im kommenden Jahr.

Tristan Schwandke beendet die Saison und nimmt Kurs auf Tokio

Am letzten Wochenende startete der Hammerwerfer vom TV Hindelang beim Wurfmeeting in Haßloch beim GT&S Drinks – Hammerwurfcup in zwei Wettkämpfen und siegte mit 72,24 Meter und 72,64 Metern souverän. 11 seiner 12 Würfe landeten jenseits der 70 und vier davon über der 72-Meter-Marke. Gleichzeitig beendete Schwandke damit die erfolgreichste Saison seiner Sportlerkarriere. Elfmal trat er national an, elfmal siegte er und holte sich sämtliche zu vergebenden nationalen Titel – als Krönung den deutschen Meistertitel im Berliner Olympiastadion am 3. August und eine Woche später im polnischen Bydgoszcz bei der Team Europameisterschaft die Silbermedaille. Viermal steigerte er seine persönliche Bestweite, bis der Hammer beim internationalen Spitzenleichtathletik Meeting in Luzern bei 74,03 Metern in den Rasen einschlug . Diese Weite reichte für sein erstes Gold bei einem internationalen Wettkampf und stellte gleichzeitig die halbe Norm für die Teilnahme an den Leichtathletik Weltmeisterschaften in Doha Ende September dar. Ein weiterer 76-Meter-Wurf wäre erforderlich gewesen, um dann auch tatsächlich auf die arabische Halbinsel reisen zu dürfen. 

Tristan verzichtete darauf; einerseits ist es ungewiss, ob er in dieser Saison sich noch einmal um zwei Meter hätte steigern können, gibt er zu verstehen, andererseits hätte er bis Oktober im Wettkampfmodus bleiben müssen. Dies passe aber nicht zur Planung seines nächsten großen Ziels, der Teilnahme an den Olympischen Spielen in Tokio im nächsten Jahr. Als ihn der Allgäu-Hit-Moderator  Thomas Häuslinger auf der Allgäuer Festwoche am letzten Sonntag in der Interviewreihe „Sport vor Ort“  fragte, warum er Doha nicht mehr anpeile, entgegnete Schwandke, dass er in der laufenden Saison all seine Ziele und sogar noch mehr erreicht habe. Durchschnittlich habe er in dieser Saison vier bis fünf Meter über den Vorjahresweiten geworfen. “Die Wettkampfzeit war für mich extrem anstrengend – ich bin tausende von Kilometern gefahren -, deshalb möchte ich die Saison nicht mit Zwang bei ungewissem Ausgang verlängern. Ich beginne jetzt sofort mit dem Training für  die kommende Saison, in der ich wieder Deutscher Meister werden und mir den Traum einer Teilnahme bei den Olympischen Spielen erfüllen möchte. Und hierfür brauche ich eine perfekte Vorbereitung.” Anfang September geht es für den 27-jährigen Athleten aber zunächst auf eine zweiwöchige Norwegenkreuzfahrt. Anschließen beginnen der intensive Kraftaufbau und die weitere Optimierung der Technik. Geplant ist während der Wintermonate unter anderem ein Hallentraining in der Schweiz. Bereits im März heißt es im kommenden Jahr topfit zu sein, denn beim Winterwurf Europacup in Portugal geht es nicht nur um den Sieg, sondern auch um wertvolle Punkte für Olympiaqualifikation. 

Tristan Schwandke ist Vize-Team-Europameister

Exakt eine Woche nach dem Titelgewinn im Hammerwurf bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Berlin setzte der Athlet vom TV-Hindelang seine Erfolgsserie am vergangenen Wochenende im polnischen Bydgoszcz fort. Für ihn war die Team-Europameisterschaft das Debut auf der ganz großen internationalen Bühne. Auf Rang 7. im Vorfeld gesetzt, erfüllte Tristan die Erwartungen und holte mit 71,27 Meter wichtige Punkte für das Team; denn am Ende gewannen die deutschen Leichtathleten mit nur einem Punkt vor Frankreich die Silbermedaille. Gold ging an das Gastgeberland.

Lediglich drei Würfe (bei Einzelwettkämpfen sind es sechs) sind den Athleten im Team-Wettkampf gestattet. Da muss im Grunde jeder Wurf sitzen. Zwar hätte sich der Hindelanger eine noch größere Weite vorgestellt, doch der extrem stumpfe Ring reduzierte auch bei allen anderen Hammerwerfern ihre gewohnten Weiten um zwei bis drei Meter. Noch mehr Schwierigkeiten sollten damit die Diskuswerfer haben. Auf seinem mittlerweile dritten internationalen Wettkampf überzeugte Schwandke durch seine gewohnte Nervenstärke; seit vier Jahren hat bei einer Team-Europameisterschaft kein deutscher Hammerwerfer weiter als er geworfen. Auf diesen Lorbeeren möchte er sich aber nicht ausruhen, denn schon am nächsten Wochenende geht es in Haßloch erneut in den Ring. Zahlreiche Kaderathleten haben ihre Teilnahme bestätigt, denn es geht darum, eventuell noch die 2. Norm für eine Teilnahme an den Weltmeisterschaften in Doha Ende September zu werfen. Tristan sieht dies nach der bislang erfolgreichsten Saison seiner Hammerwurf-Karriere gelassen: “Doha war in diesem Jahr noch kein Ziel für mich. Sollte es dennoch klappen, wäre ich nicht traurig. Im Fokus habe ich die Olympischen Spiele in Tokio. Wenn ich am kommenden Wochenende noch den Bayerischen Rekord knacken könnte, wäre allein das ein krönender Abschluss.” Der steht bei 74,16 Metern, wurde 1996 von Alexander Sporrer geworfen und ist durchaus in realistischer Wurfweite. Tristans aktuelle persönliche Bestweite beträgt 74,03 Meter.

Rückblick: Tristan Schwandke wird im Berliner Olympiastadion Deutscher Meister

Die Deutschen Leichtathletik Meisterschaften am 3./4. August in Berlin waren seit letztem Jahr das Ziel des Hammerwerfers Tristan Schwandke vom TV Hindelang. Und dieses Ziel war ganz klar mit dem Titelgewinn verknüpft. Am vergangenen Samstag wurde für Tristan dieser Traum nun Wirklichkeit. In einem fulminanten Wettkampf, in dem er wieder einmal von Beginn an das Feld mit deutlichem Abstand dominierte, gewann er Gold und seinen ersten Deutschen Meistertitel im Hammerwurf. Tristan: “Vor dieser grandiosen Kulisse den Titel mit nach Hause nehmen zu können, das habe ich mir immer gewünscht. Meinen beiden Trainern, Wolfgang und Björn Kötteritzsch und meinen Eltern bin ich unendlich dankbar dafür, dass Sie mir diesen Traum mit ihrem unermüdlichen Einsatz erfüllt haben; das ist keine Selbstverständlichkeit.” Deutscher Meister mit 73 Metern vor Simon Lang ( 68,01 Meter) und dem Titelverteidiger Johannes Bichler ( 66,95 Meter), hieß es  in der Übertragung der ARD. Als der Kommentator “Tristan Schwandke vom TV Hindelang”, sagte, hatte das einen besonderen Charme, denn Bad Hindelang neben Berlin, Leverkusen, Chemnitz und vielen anderen Leichtathletik-Hochburgen, das hat etwas Besonderes. So wie Tristan eine ganz besondere Saison hinter und vielleicht auch noch vor sich hat. Er gewann alle nationalen Wettkämpfe, holte sämtliche Titel in diesem Jahr und qualifizierte sich für die Team-Europameisterschaft in Polen am kommenden Wochenende. 

Dort könnte ihm vielleicht doch noch der ganz große Wurf, die Qualifikation für die Leichtathletik Weltmeisterschaften in Doha Ende September gelingen. Die geforderten 74 Meter hat er bereits überworfen – es fehlen “nur” noch die 76 Meter. Doch mit solchen Überlegungen spielt der 27jährige Athlet allerdings erst gar nicht: “Der Gewinn des deutschen Meistertitels war für mich in dieser Saison das höchste Ziel und die Teilnahme an den Olympischen Spielen im nächsten Jahr in Tokio kommt jetzt als zweites hinzu. Eines habe ich erreicht, an meiner Japanreise arbeite ich; alles andere wäre aktuell eine schöne Zugabe.” 

Tristan Schwandke wirft halbe WM-Norm für Doha

Tristan Schwandke gewinnt Hammerwurf-Wettkampf beim internationalen Spitzenleichhtathletik-Meeting in Luzern


Wenn es einmal läuft, dann läuft es; auf diese einfache Formel könnte man die diesjährige Saison des Hammerwerfers Tristan Schwandke vom TV Hindelang bringen. Seit dem Start der Wurfsaison hat er alle nationalen Wettkämpfe für sich entscheiden können. Und beim internationalen Werfermeeting in Fränkisch-Crumbach im Mai glänzte er mit persönlicher Bestleistung von 73,68 Meter und einem hervorragenden 6. Platz im stark besetzten Feld. Damit konnte er sich erstmals auch auf internationaler Bühne einen Namen machen. 
Am vergangenen Wochenende gewann er in St. Gallen mit 73,23 Meter und bestätigte damit seine Spitzenposition in Deutschland. Nur ein einziger Wurf landete unterhalb der 71-Meter-Marke; und dies bei unwetterartigen Verhältnissen. 

Am 9. Juli startete Tristan dann beim internationalen Spitzenleichtathletik-Meeting in Luzern, krönte seine Karriere erstmals auf internationaler Ebene mit einem Sieg vor dem Italiener Marco Lingua (72,16 Meter) und dem Briten Chris Bennett (ebenfalls 72,16). Gleichzeitig setzte er seinen diesjährigen Höhenflug mit einer weiteren persönlichen Bestweite von 74,03 Metern fort. Eine grandiose Leistung, die ihn einen deutlichen Schritt weiter auf dem Weg in  Richtung Tokio und internationale Wettkämpfe führt. Mit dem Überwerfen der 74-Meter-Marke hat er denn auch die halbe Norm für die Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Doha vom 27.09.-06.10.2019 geschafft. 

Tristan Schwandke ist nicht mehr zu halten und wirft sich von Rekord zu Rekord

Der Hammerwerfer Tristan Schwandke vom TV Hindelang gab am Pfingstsonntag beim 17. Hammerwurf-Meeting in Fränkisch-Crumbach sein Debüt auf der internationalen Hammerwurfbühne. “Die Welt im Dorf”, so wirbt der Veranstalter für sich. Und in der Tat versammelte sich zum 17. Mal in der kleinen Odenwalder Gemeinde die internationale Weltklasse im Hammerwurf.  Aufgeteilt in zwei Startergruppen, konnte Schwandke aufgrund seiner Leistungen in laufenden Jahr erstmals in Gruppe A in den Ring steigen. Und mit ihm waren unter anderem Chris Bennett (Britischer Meister 2016), Eivind Henriksen (Neunfacher Norwegischer Meister), Adam Keenan (Kanadischer Meister 2017/2018) und Olympiateilnehmer Conor McCullough aus den USA am Start. Um in den Endkampf unter die besten 8 zu kommen, musste Schwandke bereits im Vorkampf an seine derzeitigen Bestweiten anknüpfen können. “Mir war klar, dass man die Qualifikation nicht mit einem Sicherheitswurf erreichen würde, deshalb ging ich ab dem 2. Wurf auf Risiko.” Diese Aufgabe meisterte der 27jährige Athlet souverän; mit 72,55 Meter erreichte er als einziger Deutscher das Finale und blieb damit nur zwei Zentimeter unter seiner aktuellen Bestweite. 

Mental und physisch bestens vorbereitet, schleuderte er den Hammer in den Würfen 4 (71,65 Meter) und 5 (71,93 Meter) knapp an die 72-Meter-Marke heran. Doch dann kam, was alle schon lange erwartet hatten. Schwandke ist bekannt dafür, die weitesten Würfe an letzter Stelle zu platzieren. Nach vier fast perfekten Drehungen und einem lauten Schrei flog der Hammer im finalen Wurf auf eine Weite von 73,68 Metern: neue persönliche Bestweite, Allgäuer und Schwäbischer Rekord sowie ein hervorragender 6. Platz vor dem Briten Chris Bennett.  Der Überflieger an diesem Tag war der Norweger Eivind Henriksen, der sich mit 78,25 Metern nicht nur Gold holte, sondern sich auch gleichzeitig den neuen norwegischen Landesrekord sicherte. 

Tristan war mehr als glücklich über seine eigene Leistung:”Ich bin mit meinem Wettkampf hochzufrieden, auch wenn es immer noch nicht die perfekten Würfe gewesen sind. Das gibt mir ebenso wie meine Trainingsleistungen die Sicherheit, dass es in dieser Saison noch weiter gehen kann. Und natürlich möchte ich heuer erstmals den deutschen Meistertitel bei den Männern am 3./4. August in Berlin holen. Darauf habe ich auch mein Training ausgerichtet. Meine Höchstform strebe ich für den August an.” Mit seiner neuen persönlichen Rekordweite ist er jetzt mit Abstand die Nummer 1 in Deutschland und auch von den internationalen Normen nur noch einen Wimpernschlag weit entfernt.

Tristan Schwandke für herausragende Leistung der Saison 2018 geehrt

Tristan Schwandke und seine beiden Schweizer Trainer für herausragende Saison geehrt

Tristan Schwandke ist zusammen mit seinen beiden Schweizer Trainer Wolfgang und Björn Kötteritzsch für seine herausragende Leistung dieser Saison bei der BayernStar 2018 Ehrung des Bayerischen Leichtathletik Verbandes in Erding geehrt worden.

Tristan Schwandke – BayernStar 2018 Sportlerehrung Erding BLV

Tristan und seine beiden Trainern aus der Schweiz haben sich vor fast 3 Jahren zusammengefunden. Schon schnell  zeigte sich, dass hier ein richtiges Team entstehen kann. Von Harmonie und Leistungsbereitschaft geprägt hat sich nun innerhalb kürzester Zeit ein Erfolgstrio gebildet, sodass die harte Arbeit in der Saison 2018 Früchte getragen hat. Noch nie waren die Trainings- und Wettkampfwerte so gut. Mit der Deutschen Vizemeisterschaft am 22. Juli 2018 in Nürnberg konnte Tristan Schwandke, den, bis dato, größten Erfolg in seiner Karriere einfahren. Mit einer neuen persönlichen Bestleistung von 70,88 Meter setzte Tristan bereits für die kommende Saison ein großes Ausrufezeichen.

 

 

 

Tristan Schwandke stolz für den TV Hindelang zu starten

Tristan Schwandke ist nun bereits seit über 16 Jahren Mitglied des TV Hindelang und auch in den Zeiten der größten Erfolge dem Verein stets treu geblieben. “Ich bin Stolz für den TV Hindelang zu starten und werde das auch in Zukunft weiter tun! Ich bin ein großer Gegner der Zentralisierung des Sports in die großen Vereine und Stützpunkte. Die Breite der Athleten, insbesondere in unserer Disziplin, kann nur aus der Vielzahl kleiner Vereine kommen, die auch entsprechend gefördert werden müssen. Hier, beim TV Hindelang, hat alles vor 16 Jahren begonnen. Der Verein, zusammen mit der Gemeinde Bad Hindelang, haben uns außerdem die Trainingsumgebung ermöglicht, damit wir hier professionell und erfolgreich arbeiten konnten. Natürlich waren meine Leistungen in der Jugend sehr erfolgreich. Aber die Spreu trennt sich bekanntlich bei den Männern vom Weizen. Deshalb bin ich umso glücklicher, dem Verein, das nun auch entsprechend mit meinen Erfolgen zurückzahlen zu können.”