Tristan Schwandke knackt 25 Jahre alten Bayerischen Rekord

Der 28-jährige Hammerwerfer vom TV Hindelang untermauerte bei den renommierten Halleschen Werfertagen an diesem Wochenende seinen Führungsanspruch unter den deutschen Hammerwerfern und positionierte sich im Vorfeld der Olympischen Spiele in Tokio auch international ausgezeichnet. In Deutschland wirft er im dritten Jahr in Folge ungeschlagen; und auch in Halle an der Saale, das jedes Jahr zum Treffpunkt der Werfereliten avanciert, blieb er der Herr aller Ringe. Seine herausragende Wurfserie in Halle – zwei Würfe über der 73-Meter-Marke und der dritte mit 74.25 Metern – bringt den Athleten einen deutlichen Schritt weiter auf seinem Weg in Richtung Tokio. Schwandkes Weite bedeutete nicht nur den ersten Platz, sondern auch eine neue persönliche Bestweite. Und das Allerbeste zum Schluss: mit 74,25 Metern warf er neuen bayerischen Rekord und löste den alten von Andreas Sporrer im Jahr 1997 aufgestellten nach 24 Jahren ab.Der frischgebackene bayerische Rekordhalter gibt sich nach dem Wettkampf zuversichtlich: “Da geht noch deutlich mehr, meine Form stimmt zurzeit und ich entwickle mich kontinuierlich weiter. Ein paar Stellschrauben sind noch zu drehen und dann sollte es mir gelingen, auch international sehr weit vorn zu landen. Gleichzeitig steht für mich aber auch fest, dass eine sehr gute Form noch lange kein Garant für Siege oder eine Olympiaqualifikation ist. Ich bewahre mir immer auch ein Quäntchen Demut, denn im Sport liegen Sieg und Niederlage sehr eng beinander.” Sein Ziel, Tokio zu erreichen, stellt er damit natürlich nicht in Frage. In den kommenden Wochen geht es bis Ende Juni jedes Wochenende an den Start, in vierzehn Tagen zu den Team-Europameisterschaften nach Chorzów in Polen und am 5./6. Juni zu den Deutschen Leichtathletikmeisterschaften nach Braunschweig. Am Ende wünscht sich Schwandke dann für die ganze Anstrengung mit einem Ticket nach Tokio belohnt zu werden.