Schwandke bis Durchgang 5 auf Medaillenkurs

Tristan Schwandke Deutsche Leichtathletikmeisterschaften Erfurt Hammerwurf Leichtathletik

Für Tristan Schwandke war der letzte Sonntag in Erfurt die dritte Teilnahme an einer Deutschen Meisterschaft bei den Männern im Hammerwurf. Nach Platz 7 (66,10 Meter) vor zwei Jahren und Platz 8 (67,63 Meter) im letzten Jahr wollte das Aushängeschild des TV Hindelang in diesem Jahr sich die erste Medaille erkämpfen. Mit einer sehr guten Weite von 69,93 sicherte sich der Athlet dann aber doch “nur” den vierten Platz, der ja bekanntlich zu den unbeliebtesten Platzierungen eines Wettkampfs zählt. Geschlagen geben musste er sich lediglich drei “älteren Herren”, Alexander Ziegler (71,66 Meter, Andreas Sahner (70,89 Meter) und Johannes Bichler (70,65 Meter). Zwei bis sieben Jahre mehr Erfahrung machten sich in den schwierigen Phasen dieses Wettkampfs am Ende doch bezahlt. Schwandke hatte die Konkurrenz mit seinem ersten Wurf bereits gehörig unter Druck gesetzt, führte das Feld bis zum dritten Durchgang an und blieb bis zum fünften auf Medaillenkurs. Alle drei hatten sichtlich Schwierigkeiten, sich aus dieser Situation zu befreien.
Zufrieden ist der für das Hammerwerfen noch junge Athlet dennoch:”Sicher, eine Medaille war das Ziel, aber für mich zählt in dieser Saison vor allem der Ausbau und die Stabilisierung meiner Technik. 2017 bin ich im Schnitt gegenüber dem letzten Jahr gut zwei Meter weiter vorn. Darauf werde ich für die kommende Jahre aufbauen.” Schwandkes Karriereziel im Hammerwurf war und bleibt die Teilnahme bei den Olympischen Spielen in Tokio 2020. Und dieses Ziel sieht er als realistisch an. Dabei gilt es nach wie vor ohne jede Förderung auszukommen und die Ausbildung parallel zum Leistungsport zu organisieren. Auch während der siebenstündigen Fahrt nach Erfurt und die Stunden vor dem Wettkampf bereitete er sich auf die einen Tag später zu absolvierende Prüfung “Antriebs-/Fördertechnik und Ölhydraulik” vor. Schwandke wird in Kürze sein Maschinenbaustudium abschließen und hat sich bereits für das zweite Studium im Fachbereich “Mechatronik” erfolgreich beworben. Einen Tag nach der Prüfung geht es für ihn schon zum internationalen Spitzenleichtathletik-Meeting, das am 11. Juli in Luzern (Schweiz) ausgetragen wird.

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