Schwandke gewinnt in Dischingen und greift BLV an

Tristan Schwandke Dischingen Härtsfelder Hammerwurf Meeting

Beim 2. nationalen Härtsfelder Hammerwurf-Meeting in Dischingen holte sich Tristan Schwandke vom TV-Hindelang mit 68,12 Metern souverän Gold vor Maximilian Becker (61,54 Meter).  Die vom  SV Dischingen ausgetragene Hammerwurfveranstaltung zum Ausklang der Wettkampfsaison erfreut sich großer Beliebtheit bei Athleten und Zuschauern. Kein Wunder – wer das Dischinger Meeting mit den zuschauerlosen Bayerischen Leichtathletik-Meisterschaften im Hammerwurf am  23. Juli in Augsburg vergleicht, wird rasch gravierende Unterschiede bemerken. In Dischingen ist für die Athleten alles professionell gerichtet. Eine perfekte Hammerwurfanlage in idyllischer, ländlicher Kulisse, schattige Sitzplätze für Athleten und Zuschauer, Musikanlage, Stadionsprecher, Weitenanzeige, Verpflegung und eine Siegertribüne, die ihrem Namen alle Ehre macht – Blumenschmuck und Dekoration, Medaillen, Urkunden und Präsente für die Gewinner. Mehr Leidenschaft für den Hammerwurfsport geht nicht.

Die Bayerischen Meisterschaften verblassen nach Einschätzung Schwandkes vor dieser beeindruckenden Kulisse “bis hin zur Bedeutungslosigkeit” und er spricht aus, was seiner Meinung nach viele denken: “Dischingen ist ein Aushängeschild für das Hammerwerfen. Bei den Bayerischen Meisterschaften wurden wir vom Stadion auf die grüne Wiese verlagert, die nur für ortskundige ausfindig zu machen ist. Leidenschafts- und lieblos war diese Veranstaltung gegenüber dem Meeting in Dischingen. In Augsburg gab es nicht einmal Weitenlinien, wir warfen buchstäblich ins Grüne und mussten auch dorthin pinkeln, denn eine Toilette suchte man vergeblich – immerhin gab es Sträucher in ausreichender Zahl. Das war eine Deklassierung der Hammerwerfer, eine bodenlose Frechheit, die der Bayerische Leichtathletik-Verband maßgeblich mit zu verantworten hat. Da muss man sich nicht wundern, wenn es Nachwuchsprobleme gibt, obwohl der Hammerwurf zu den faszinierendsten Disziplinen zählt” resümiert der 25-jährige und fügt hinzu: “In Dischingen hat es sich auch der Bürgermeister nicht nehmen lassen, uns Athleten zu gratulieren, in Augsburg hätte er uns vermutlich gar nicht erst gefunden.”

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