Tristan Schwandke holt erstmals Bayerischen Meistertitel und gewinnt die Internationalen Deutschen Meisterschaften im Rasenkraftsport

Zwei Wochen vor dem nationalen Saisonhöhepunkt, den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Berlin am 3./4. August, präsentiert sich der Hammerwerfer Tristan Schwandke vom TV Hindelang in Bestform. Auf dem Programm standen am 20. Juli in Erfurt die Internationalen Deutschen Meisterschaften im Rasenkraftsport; hier startet Tristan für den TSV Trauchgau. Souverän holte sich der 27-jährige Athlet alle drei zu vergebenden Deutschen Meistertitel. Mit 3057 Punkten ging der Sieg im Dreikampf (Hammerwurf, Gewichtwerfen und Steinstoßen) an ihn. Platz 2 belegte der Chinese Qi Wang (2539 Punkte)  und Bronze wurde an Bastin Wörner (2320 Punkte) überreicht. Dreimal Gold und eine Top-Hammerwurfweite von 73,17 Meter sollten den Grundstein für den darauffolgenden Wettkampftag in Regensburg legen. Hier galt es erstmals in seiner Karriere den Bayerischen Meistertitel der Männer zu holen. Der kräftezehrende Wettkampf des Vortags und der Start der Bayerischen um 7.45 Uhr bei Starkregen hätten nicht zwingend Top-Leistungen erwarten lassen. Doch wieder einmal bestätigte sich, dass Tristan ein Wettkampftyp ist. Über Widrigkeiten aller Art hilft ihm sein starkes Nervenkostüm hinweg. Mit seinem ersten Wurf auf 71,54 Meter führte er vom ersten Durchgang an und sollte diese Führung bis zum 6. und letzten Versuch auch nicht mehr abgeben. Dafür übertraf er sich selbst gleich mehrfach, schleuderte den 7,26 Kg schweren Hammer im 5. Versuch mit 73,85 fast auf seine Bestweite (74,03 Meter) und hob sich damit aufs Podest zum Bayerischen Meistertitel. Platz 2 belegte der deutsche Meister von 2018, Johannes Bichler (68,42 Meter) und Bronze sicherte sich Simon Lang (65,15 Meter). 

Tristan: „Ich fühle mich im Augenblick physisch und psychisch sehr stark, die Technik ist noch nicht optimal, aber es fehlen nur Nuancen, damit es noch weiter geht. Und natürlich möchte ich in Berlin zum ersten Mal Deutscher Meister werden. Doch Siege lassen sich nicht planen und jeder Wettkampf hat seine eigenen Spielregeln. Respekt vor der Konkurrenz und Demut sind für mich selbstverständlich.“ Vor dem Hintergrund, dass er in dieser Saison mit Abstand die Nummer 1 in Deutschland ist und bisher alle nationalen Wettbewerbe für sich entscheiden konnte, gehört Schwandke aber zweifellos zu den Top-Anwärtern auf den Titel.  

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